Freitag 24. November 2017
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Bis 2020 "Grün-Strom" in alle Pfarren

Bis 2020 sollen alle Pfarren und kirchlichen Einrichtungen auf "Grün-Strom" umgestellt haben. Kircheneigene Flächen und Klostergründe sollten biologisch bewirtschaftet bzw. bei Verpachtung vorzugsweise an Biobauern vergeben werden; der Anteil ökologischer Lebensmittel in kirchlichen Großküchen sollte auf mindestens 25 Prozent gesteigert werden: Das sind einige der Empfehlungen, die das von der Katholischen Aktion (KAÖ) moderierte "Zukunftsforum" der katholischen Kirche gab, um konkrete Schritte für einen schonenden Umgang mit der Umwelt und für eine gerechte Verteilung der Ressourcen hierzulande und weltweit zu setzen.

 

"Kirche kann und muss in der Suche nach einem schöpfungsgerechten Lebensstil vorne dabei sein", so die Überzeugung der KAÖ-Präsidentin. Für die im Rahmen des "Zukunftsforums" erarbeiteten Vorschläge seien mehr als 30 externe Fachleute beigezogen worden. "Dabei hat sich gezeigt: Experten sehen in den Kirchen einen wichtigen Partner für eine nachhaltige Zukunft", so Schaffelhofer. Verantwortliche müssten dazu eine klare Strategie und konkrete Ziele vorgeben, die Schritt für Schritt erreicht werden können.

 

"Papst legt hohe Messlatte"

Der Papst habe dies mit seiner Umweltenzyklika getan und eine "hoch gelegte Messlatte der Nachhaltigkeit" formuliert. "Mit den klaren, unmissverständlichen Worten dieser Enzyklika hat Franziskus nicht nur uns Katholiken, sondern der ganzen Menschheit etwas vorgelegt, an dem wir nicht mehr vorbeikommen", meinte Schaffelhofer. Die Enzyklika verdeutliche: "Umweltschutz kann kein Sonderthema neben anderen sein, sondern unser Umgang mit der Schöpfung ist eng verknüpft mit unserem Umgang mit den Mitmenschen, mit Gerechtigkeit und der konkreten Ausgestaltung unseres Wirtschafts- und Finanzsystems".

 

Dass der westliche Lebensstil nicht nachhaltig ist, gehe auch aus den Beratungen des "Zukunftsforums" hervor. Laut dessen Empfehlungen muss ein einfaches und genügsameres Leben weltweit die Alternative zum derzeitigen Konsumverhalten bilden. Dazu könne jeder beitragen, von der Pfarre bis hinauf zu den österreichweiten Organisationen und Einrichtungen, erklärte Schaffelhofer. Neben dem eigenen beispielhaften Handeln brauche es auch entsprechenden Einsatz auf politischer Ebene für ein schöpfungsgerechtes Leben und Wirtschaft.

 

Wien, 18.6.2015

 

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